Es ist die Gretchenfrage für jeden angehenden Schauspieler: „Soll ich es unbedingt an einer staatlichen Schule versuchen, oder ist eine private Schule der bessere Weg?“
Im Internet kursieren dazu wildeste Gerüchte. Die einen sagen, nur Staatsschüler bekommen Jobs am Theater. Die anderen sagen, private Schulen seien moderner und näher am Filmmarkt.
Die Wahrheit ist: Es gibt kein „Besser“ oder „Schlechter“ per se. Es gibt nur ein „Passender“. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, ihre Stärken und ihre Schwächen. Wichtig ist, dass du verstehst, was dich erwartet, damit du die Ausbildung wählst, die zu deinen Zielen passt.
Lass uns die Unterschiede Punkt für Punkt durchgehen – ohne Mythen, dafür mit viel Realismus.
Fangen wir mit dem offensichtlichsten Punkt an.
Staatliche Schulen sind steuerfinanziert. Du zahlst keine Studiengebühren (nur Semesterbeiträge). Das ist finanziell natürlich attraktiv.
Private Schulen finanzieren sich durch Schulgeld. Du zahlst monatlich für deine Ausbildung.
Aber Vorsicht vor dem Trugschluss: Nur weil etwas Geld kostet, ist es nicht „gekauft“. Und nur weil etwas kostenlos ist, ist es nicht automatisch der heilige Gral.
Bei einer privaten Schule bist du Kunde im besten Sinne. Du hast Anspruch auf Leistung, auf moderne Räume, auf Equipment. Seriöse private Schulen sind zudem BAföG-genehmigt.. Das heißt, der Staat unterstützt dich finanziell, weil er die Qualität der Ausbildung geprüft und für gut befunden hat. Sieh das Schulgeld als Investition in dein Start-Up „Ich“.
An staatlichen Schulen bewerben sich oft 1.000 Leute auf 10 Plätze. Die Auswahlkriterien sind oft undurchsichtig und hängen stark vom Geschmack der Kommission oder politischen Quoten ab. Man sucht oft sehr spezifische „Typen“, die gerade ins Ensemble passen.
An privaten Schulen wie der Schauspielschule Zerboni ist das Auswahlverfahren ebenfalls streng (wir nehmen niemanden auf, dem wir keine Chance zutrauen), aber der Fokus liegt anders. Wir suchen weniger nach dem „fertigen“ Theater-Typen, sondern nach Potenzial und Persönlichkeit.
Wir schauen: Brennst du? Bist du coachbar? Hast du eine interessante Ausstrahlung? Wir geben oft Charakterköpfen und Quereinsteigern eine Chance, die durch das Raster der staatlichen „Norm“ fallen würden, aber auf dem Markt später extrem gefragt sind.
Hier liegt der wohl gravierendste inhaltliche Unterschied.
Staatliche Schulen haben eine lange Tradition. Der Fokus liegt oft sehr stark auf dem Theater, auf Literatur, auf der „hohen Kunst“. Das ist großartig, wenn du dein Leben lang Hamlet am Staatstheater spielen willst. Oft kommt dabei aber die Realität des modernen Marktes (Film, TV, Selbstvermarktung) zu kurz.
Renommierte private Schulen sind oft wendiger. Sie passen ihren Lehrplan schneller an die Realität an.
Da der Großteil der Jobs heute im Bereich Film, Serie und Streaming liegt, legen wir beispielsweise einen enormen Schwerpunkt auf Camera Acting.
Es bringt dir nichts, wenn du grandios Theaterspielen kannst, aber vor der Kamera „overactest“ (übertreibst). Wer seine Ausbildung beispielsweise in der Medienhochburg an unserer Schauspielschule in Köln absolviert, merkt sofort: Hier geht es um Praxis. Wie bewege ich mich am Set? Wie funktioniert ein E-Casting? Wir bereiten dich auf den Beruf vor, nicht nur auf die Kunst.
Staatliche Hochschulen sind oft riesige Apparate. Es kann passieren, dass du in bürokratischen Strukturen untergehst.
Private Schulen sind meist kleiner, familiärer und persönlicher organisiert. Die Dozenten kennen dich. Sie kennen deine Ängste, deine Stärken und deine Entwicklung.
Diese individuelle Förderung ist entscheidend. Ein schüchterner Schüler braucht einen anderen „Schlüssel“ als ein lauter Exzentriker. Ob du nun im hohen Norden an der Schauspielschule Zerboni Hamburg studierst oder dich für den Süden entscheidest: Wir verstehen uns als Mentoren. Wir begleiten dich. Und wir treten dir auch mal in den Hintern, wenn du es brauchst – aber immer mit dem Ziel, dich besser zu machen.
Ein altes Vorurteil besagt: „Staatliche Schüler werden vom Theaterintendanten abgeholt, private Schüler müssen Taxi fahren.“
Das ist Quatsch. Die Branche hat sich komplett gedreht.
Caster und Regisseure schauen heute auf die Qualität des Spiels, nicht auf den Stempel der Schule. Ein gutes Demoband öffnet die Tür, nicht das Abschlusszeugnis.
Hier haben gute private Schulen oft sogar die Nase vorn, weil sie unternehmerischer denken. Wir wissen: Du musst Geld verdienen. Deshalb vernetzen wir dich frühzeitig.
Der absolute „Gamechanger“ ist hierbei eine direkte Anbindung an eine Agentur. Während staatliche Absolventen oft erst nach dem Abschluss auf die mühsame Suche gehen, profitieren unsere Talente von der Kooperation mit der Agentur Fabelhaft.
Diese Agentur kennt den Lehrplan, kennt die Schüler und kann sie oft schon während oder direkt nach der Ausbildung in den Markt einführen. In einer Stadt wie München, wo die Konkurrenz groß ist, ist dieser direkte Draht, den du an der Schauspielschule Zerboni München bekommst, ein massiver Wettbewerbsvorteil.
Am Ende ist es eine Typfrage.
Magst du das akademische, vielleicht etwas intellektuellere Umfeld einer Hochschule? Oder brauchst du eine Umgebung, die „hands-on“ ist, voller Energie und Tatendrang?
Private Schulen sind oft hungriger. Die Schüler wissen, dass sie investieren, also geben sie Gas. Es herrscht oft ein Spirit von „Wir wollen etwas erreichen“, der sehr ansteckend sein kann.
Lass dir von niemandem einreden, dass nur der eine Weg zum Ziel führt. Es gibt fantastische Schauspieler von staatlichen Schulen und es gibt Superstars, die auf privaten Schulen waren (oder gar keine Ausbildung haben).
Entscheidend ist:
Schau dir beides an. Geh zu den Vorsprechen. Vergleiche nicht den Status, sondern vergleiche, was die Schule aus dir machen kann. Denn am Ende stehst du alleine vor der Kamera – und dann zählt nur noch, was du kannst.