Du überlegst, eine Schauspielausbildung zu machen und fragst dich, was dich da eigentlich jeden Tag erwartet? Wir geben dir einen Überblick darüber, wie ein Stundenplan und der Ausbildungsalltag an der Schauspielschule Zerboni aussehen.
Eins vorweg: Eine Schauspielausbildung nimmt viel Zeit in Anspruch. An der Schauspielschule Zerboni findet der Unterricht in der Regel montags bis freitags zwischen 10:00 und 18:00 Uhr statt. An Wochenenden hast du frei, aber es können immer wieder Drehtermine anfallen. Während der Schulferien ist die Schule geschlossen, sodass du auch Zeit hast, durchzuatmen, zu jobben oder an eigenen Projekten zu arbeiten.
Dein Stundenplan umfasst verschiedene Fächer, die zusammen das komplette Handwerkszeug fürs Schauspiel bilden. Schauspiel selbst ist natürlich das Herzstück des Unterrichts. Hier arbeitest du an Szenen, Monologen, Improvisation und Rollenentwicklung. Du lernst verschiedene Spieltechniken, analysierst Texte und probierst unterschiedliche Zugänge zu Figuren und Rollen aus.
Dann gibt es Stimm- und Sprechtraining. Deine Stimme ist dein Instrument, das du trainieren und pflegen musst. Vor allem Atemtechnik und Artikulation werden intensiv geübt. Du lernst, wie du deine Stimme gesund einsetzt, auch wenn du jeden Abend auf der Bühne stehst oder stundenlang am Set arbeitest.
Bewegung und Körperarbeit stehen ebenfalls im Fokus des Unterrichts. Das kann Tanz sein, Kampfchoreografien, Akrobatik oder einfach Körperwahrnehmung. Schauspielen passiert ja nicht nur mit dem Gesicht, dein ganzer Körper erzählt die Geschichte deiner Figur. Je bewusster du deinen Körper einsetzen kannst, desto überzeugender bist du in deiner Rolle.
Kamera- und Bühnentraining gehören auch mit dazu. Film und Fernsehen funktionieren anders als Theater. Du lernst, wie du dich vor der Kamera oder auf der Bühne bewegst, wie du mit der Technik umgehst und wie du dein Spiel für die Kamera bzw. das Theaterpublikum anpasst. An der Schauspielschule Zerboni werden über die hauseigene Agentur Fabelhaft regelmäßig Drehtage vermittelt, sodass du das Gelernte direkt in echten Produktionen anwenden kannst.
Dazu kommen Theoriefächer wie Theatergeschichte, Drehbuchanalyse und Dramaturgie. Das klingt vielleicht trocken, ist aber wichtig, um Texte zu verstehen und Figuren richtig einzuordnen. Wenn du weißt, in welchem historischen und dramaturgischen Kontext deine Rolle steht, spielst du sie einfach besser.
Ja, auch in der Schauspielausbildung gibt es Hausaufgaben, nur heißen sie hier Texte lernen, Szenen vorbereiten und Recherche betreiben. Du musst dich in Figuren einarbeiten, ihre Hintergründe verstehen und Monologe perfektionieren. Das passiert wie in der normalen Schule oder im Studium außerhalb der Unterrichtszeiten und erfordert Disziplin.
Gerade in der Anfangszeit wirst du wahrscheinlich merken, dass mehrere Stunden Unterricht anstrengend sind. Schauspiel ist körperlich und emotional fordernd. Wenn du abends nach Hause kommst, wirst du oft erschöpft sein. Trotzdem musst du noch Texte lernen oder Szenen durchgehen. Das gehört dazu und trainiert deine Arbeitsmoral. Und die wirst du als ausgelernte:r Schauspieler:in dringend brauchen.
Neben dem regulären Unterricht arbeitest du an Inszenierungen und Produktionen. Das sind keine kleinen Schulaufführungen für Eltern und Bekannte, sondern echte Bühnenprojekte. An der Schauspielschule Zerboni bedeutet das: Du stehst in München, Hamburg oder Köln auf professionellen Bühnen, arbeitest mit erfahrenen Regisseurinnen und Regisseuren und sammelst echte Performance-Erfahrung.
Keine andere Schauspielschule in Deutschland schafft es, so viele bezahlte Drehtage an ihre Schüler:innen zu vermitteln wie wir. Darauf sind wir stolz, denn das gibt unseren Schüler:innen unbezahlbare Einblicke hinter die Kulissen und sie lernen von Anfang an, was Schauspieler:in sein wirklich ausmacht.
Die Proben für diese Produktionen sind intensiv. Du verbringst Stunden damit, Szenen zu entwickeln, Timing zu perfektionieren und mit deinen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuwachsen. Natürlich kannst du in dieser Zeit keine Hausaufgaben machen. Aber das ist der Moment, wo aus Unterricht Kunst wird und wo du merkst, wofür du die Ausbildung eigentlich machst.
Eine Woche an der Schauspielschule Zerboni könnte zum Beispiel so aussehen: Montag startest du mit Schauspieltraining und arbeitest an einer Szene. Dienstag steht Stimmtraining auf dem Programm, gefolgt von Bewegungsunterricht. Mittwoch ist Kameratraining dran und du probst für eine anstehende Produktion. Donnerstag kommt ein:e Gastdozent:in für einen Casting-Workshop. Freitag rundet die Woche mit Textanalyse und weiterer Szenenarbeit ab. Dazwischen lernst du Texte, bereitest Monologe vor und bleibst flexibel für spontane Drehtage.
Das ist natürlich nur eine Veranschaulichung. Aber auf diese Mischung aus festem Rahmen und Flexibilität kannst du dich schon mal einstellen. Der Stundenplan ist intensiv, abwechslungsreich und realitätsnah. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass du nach drei Jahren nicht nur gut ausgebildet bist, sondern weißt, wie der Beruf als Schauspieler:in wirklich funktioniert, wo auch kein Tag ist wie der andere.